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GESCHMIEDETES EISEN
Schmiedeeisen
ist der Werkstoff des Schmiedes; es wird ihm vom Walzwerk hauptsächlich
als Rund-, Quadrat- und Flacheisen in den verschiedensten Abmessungen
in Stangen oder Bunden geliefert.
Da sich das Schmiedeeisen
durch große Festigkeit auszeichnet,
eignet es sich besonders für Arbeiten, die halten, trennen,
verkleiden
oder der Wohnung des Menschen Schutz geben.
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Jede Form, um die wir uns mühen, ist an Gesetze
gebunden, die wir einhalten müssen; denn im Reich der Formen
herrschen Gesetze genauso wie im Leben, und diese Gesetze muss der
Meister beherrschen.
Der Schmied muss die Eigenschaften seines Werkstoffes,
also die große Härte und Zähigkeit des Materials,
kennen.
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Die Techniken des Schmied
sind: Strecken, Stauchen, An- und Absetzen, Lochen Schroten und
Spalten, Rollen und Biegen, Kehlen und Rippen, Ausschlichten,
Feuerschweißen, Nieten und Bunden.
Aus dem
Material und der Technik seiner Bearbeitung wächst die Form.
Formen empfinden, gewissermaßen lesen können, heißt
in die Seele der Form schauen; um das aber zu können, muss
der Kunstschmied alle Grundlagen der Schmiedekunst beherrschen
und der Fernstehende sich wenigstens einen Einblick in sie verschafft
haben.
Kunstgeschmiedete Formen müssen aus eigenem Empfinden schöpferisch
gestaltet werden, nur dadurch erhält die Gesamtarbeit ihre
Eigenart und ihren Wert, nur dann wird sie den Stempel der Persönlichkeit
des Meisters tragen.
Ein Kunstschmied, der Arbeiten
schaffen will, die von Bestand sein sollen, muss Charakter und Anstand
besitzen, Liebe für sein Handwerk haben und seine ganze Persönlichkeit
dafür einsetzen.
Maximilian Ertl
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